Leica kündigt eine neue Kamera an, die LeicaS2 , welche im Herbst 2009 auf den Markt kommen wird.
Schon auf der Photokina 2008 war es Gesprächsthema, was die Spezialisten von Leica auf den Markt bringen werden. Nun ist es mit der S2 amtlich.
Sie ist handlich wie eine “Normale” DSLR aber mit dem Sensor einer Mittelformatkamera, dieser ist 45×30 mm groß und löst 37,5 Megapixel (7.500 x 5000 Pixel) auf und wurde von Kodak gefertigt. Die Lichtempfindlichkeit geht von ISO 80 bis 1250.
Der verwendete “Maestro-Bildprozessor” ist trotz der gigantischen Fotoauflösung in der Lage, bis zu 1,5 Bilder die Sekunde zu verarbeiten. Das Adobe-DNG Dateiformat der Standard für die RAW-Daten aber auch die Speicherung im normalen JPEG-Format ist möglich.
Der 1 GByte große Back-Up-Speicher speichert maximal bis zu 8 Bilder in Folge, bei JPEG sind es mehr. Gespeichert werden die Bilder auf CompactFlash aber auch aufSD(HC)Speicherkarten. Die Leica S2 kann aber auch auf beide Speicherkarten parallel schreiben, z.B. JPEG auf die SD-Karte DNG auf die CF-Speicherkarte.
Für Studiofotografen liegt die Software Image Shuttle bei, mit der die S2 komplett von einem Computer aus ferngesteuert werden kann. Auch eine Vollversion von Adobe´s Bildbearbeitungssoftware Lightroom gehört zum Lieferumfang der Kamera dazu (kann ich persönlich empfehlen).
Das Gehäuse der Leica S2 besteht aus einem Magnesium-Druckguss, dies ist genauso wie alle Objektive gegen Staub und Spritzwasser geschützt und wiegt rund 1.400 g. Die Abmessungen betragen 160 x 120 x 80 mm. Sie ist damit äußerst kompakt und kann wie eine normale Spiegelreflexkamera auch Unterwegs genutzt werden.
Die Bedienung und die Handhabung gleichen eher eine DSLR als einer Mittelformatkamera. Leica betont jedoch ausdrücklich, dass die Kamera trotzdem, als Mittelformatkamera einzuordnen ist.
Der Pentaprismensucher mit wechselbaren Mattscheiben vergrößert um 0,86fach und bietet eine Sucherfeldabdeckung von 96 %.
Der LCD der Leica S2 misst 3″ das sind 7,6 cm in der Diagonale und hat eine Auflösung von 460.000 Bildpunkten. Auf der Kameraoberseite ist ein Status LCD zum Ablesen von Einstellungen.
Die TTL-Belichtungsmessung erfolgt über fünf Messfelder, der Fotograf kann zwischen Mehrfeld, Mittenbetont integral und einer Selektivmessung (3,5 % des Bildfeldes) wählen. Völlig neu für Leica ist der Autofokus, der mit einem zentralen Kreuzsensor arbeitet.
Die neue Leica S2 verfügt über einen Metalllamellen-Schlitzverschluss, der eine Belichtungszeit von 1/4.000 s bis 32 s erlaubt. und beim Blitzen eine kürzeste Verschlusszeit von 1/125 s bietet. Darüber hinaus kann die Kamera aber auch einen Zentralverschluss in den Objektiven steuern.
Das Gehäuse kostet 18.600 EUR, ist auch in einer Variante mit Saphir-Monitorglas für 22.200 EUR erhältlich.
Diese enthält auch gleich das Platinum-Servicepaket.
Die Leica S2 wird ausschließlich über ein spezielles Händlernetz vertrieben.
